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Im Expeditionsmobil auf eine Lebensreise

Ohne Mo geht Nix - Reiseblog August 2026

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Was wäre unsere Reise ohne unseren dicken Mo, der uns stets sicher und wohlbehalten durch die Welt führt und uns ein gemütliches Zuhause auf vier Rädern bietet? Die Antwort ist ganz einfach. Es gäbe sie gar nicht.

Und im Umkehrschluss, gäbe es auch diesen Blog nicht. Daher wird es diesen Monat mal nur um den alten Herrn gehen. Denn er ist auch der Grund für unseren aktuellen Aufenthalt in Deutschland und der Reiseunterbrechung.


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ZDF - Zahlen, Daten, Fakten

Fangen wir mal an mit ein paar Zahlen, Daten und Fakten. Mo ist ein Iveco-Magirus 90-16 AW Turbo. In seinem früheren Leben war er eine Feuerwehr mit einer Doppelkabine vorne und hinten entsprechenden Löschgerätschaften.

Er wurde 1988 gebaut und ist somit schon fast 40 Jahre alt. Sein Gewicht liegt bei 9to und er hat Diesel zum fressen gern. Aufgrund unserer recht gemütlichen Fahrweise liegt unser durchschnittlicher Verbrach bei ca. 18 Litern. Mit unserem 400 Liter-Tank kommen wir somit einmal von Deutschland bis nach Griechenland, ohne einen Tankstopp einlegen zu müssen.


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Gekauft hatten wir ihn mit einem Kilometerstand von rund 36.000 und inzwischen hat sich dieser um gut 21.000 erhöht. Mo hat einen luftgekühlten Motor, überholte Trommelbremsen, hat mittlerweile ein neues Fahrwerk, hat hier und da ein neues Bauteil spendiert bekommen und mag Streicheleinheiten mit Kriechöl und Langzeitfett.

Regelmäßige Pflege

Damit uns Mo noch viele weitere Jahre erhalten bleibt, kümmert sich Christian mit viel Liebe und Herzblut um ihn. Er kennt jede einzelne Schraube, bemerkt jegliche noch so kleine Veränderung am Fahrverhalten und hört sowie sieht, wenn er irgendwo ein Problem hat.


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Denn nach jeder Fahrt legt sich Christian unter Mo und schaut, ob sich irgendetwas gelockert hat oder eine andere Auffälligkeit erkennbar ist. Er betreibt somit präventive Maßnahmen und kann handeln, bevor es zu einem Ernstfall käme. Deshalb sieht Mo auch stets sauber und fast wie neu aus.


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Wie bei einem ganz normalen PKW gibt es auch bei Mo Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden müssen. Sei es der Ölwechsel, das Einstellen der Ventile oder das Abschmieren - all das macht Christian unterwegs. Hierfür suchen wir in der Regel keine Werkstatt auf, sondern schauen, dass wir soviel wie möglich allein ausführen können.

Reparaturen unterwegs

Alles können wir bzw. Christian machmal doch nicht alleine machen und so hatten wir schon den ein oder anderen Werkstattbesuch.


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Beim Wechsel des Motoröls suchen wir stets eine Werkstatt auf, bei der Christian die Arbeiten selber durchführen kann und wir das Öl dort direkt entsorgen können. Hierfür waren wir einmal in der Slowakei und einmal in Georgien in der Werkstatt, was beide Male super klappte. Unser vierter und vorerst letzter Werkstattaufenthalt war in der Türkei, wo wir eine Aufhängung des Stoßdämpfers schweißen lassen mussten.


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Ansonsten hatte unser Dicker noch keine weiteren Probleme, die einen zusätzlichen Werkstattbesuch erforderlich machten. Und das soll auch noch lange so bleiben. Daher werden wir nach wie vor keine wirklichen Offroad-Strecken fahren, uns stets die nächste Route bei Google Maps vorab anschauen und bei unsicherem Gelände ggf. einfach auf den Abstecher verzichten.


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Nichtsdestotrotz hatte Christian in den letzten Monate einige weitere Mängel entdeckt, die er dann in Eigenregie und teilweise mit meiner Hilfe behob. So wurden die Keilriemen gewechselt, die Dichtung einer Stauraumklappe erneuert und eine zusätzliche Regenrinne über unserer Eingangstür angebracht - um nur mal ein paar Beispiele zu nennen.


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Schuhwechsel

Ein weiterer wichtiger Punkt auf Mo seiner Wartungsliste, ist das Rotieren der Reifen alle 10.000 km. Hierbei werden die Räder einmal im Uhrzeigersinn rotiert. Sprich das Reserverad kommt auf das hintere Rad auf der Fahrerseite. Das hintere Rad der Fahrerseite wandert nach vorne auf der Fahrerseite und so weiter, bis das hintere Rad der Beifahrerseite übrig bleibt und als Reserverad wieder hinten dran kommt.

Warum ist das Rotieren der Räder so wichtig? Ganz einfach: Damit sie gleichmäßig abgefahren werden. Wenn ihr euch Mo von vorne genauer anschaut, ist euch sicher schon mal aufgefallen, dass die vorderen Räder etwas keilförmig stehen. Dies hat zur Folge, dass die Vorderräder einen höheren Abrieb am äußeren Rand haben. Durch das Rotieren wird das entsprechend ausgeglichen und somit können wir länger mit den Reifen fahren.


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Außerdem haben unsere Räder ein Baustellenprofil, da ein gröberes Profil bei unserem Fahrverhalten keinen Sinn machte, die Reifen viel größer und auch um einiges lauter wären. Mit den jetzigen sind wir vollends zufrieden und können diese mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Bisher haben wir übrigens zwei Mal den Radwechsel unterwegs durchgeführt, wobei sich hierfür am besten eine feste und gerade Oberfläche eignet. Da wir die Arbeiten jedoch auf mehrere Tage verteilen, haben wir diese stets bei einem Workaway erledigt. Allerdings standen wir beide Male auf einer Wiese mit unebenem Untergrund, was die ganze Arbeit etwas herausfordernder machte. Ich bin jetzt schon gespannt, wo und unter welchen Umständen wir den nächsten Radwechsel durchführen.

Nicht nur außen, auch innen

Bevor wir im April 2024 auf große Reise gingen, gab es lediglich ein paar kleine Wochenendausflüge mit Mo, wo zumindest die grundlegenden Dinge getestet wurden. Erst in den letzten 26 Monaten, in denen wir dauerhaft im Mo wohnten, stellten wir fest, dass nicht alles so optimal war. Daher nahmen wir auch im Innenraum ein paar Änderungen bzw. Anpassungen vor.

So entfernten wir z.B. unsere Badtür und brachten als Trennung zum Wohnraum einen Duschvorhang an. Somit haben wir gleich ein viel größeres Raumgefühl im Bad und konnten ein wenig Gewicht reduzieren. Der Inhalt unserer Schränke wurde nutzungsfreundlicher gepackt, was sich ganz besonders beim Frühstück bemerkbar macht.


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Außerdem kamen einige USB-Steckdosen und LED-Lichter hinzu, neue Kopfkissen, Sonnenschutz für unsere Frontscheibe und Fenster (ich weiß, das gehört eigentlich zu außen) sowie ein extra Sitzpolster für Christian seinen absoluten Lieblingsplatz.

Große und kleine Probleme

Wie bereits erwähnt, ist unser Dicker fast so alt wie wir. Und wir selber merken, umso älter mal wird, umso „gebrechlicher“ wird man. Bei Mo äußert sich dies zum Beispiel dadurch, dass er viele alte Kabel hat, welche langsam porös werden.

Des Weiteren bildeten sich immer mehr Blasen auf unserer Frontscheibe, welche sich zu delaminieren begann. Deshalb richteten wir uns auf den Stellplätzen mit der Front meist Richtung Norden aus. Das hat den Vorteil, dass wir vom Bett aus den Sonnenaufgang und von unserem Wohnzimmer aus den Sonnenuntergang beobachten können.


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Fitmachen für die weitere Reise

Aber wir wären nicht wir, wenn wir auch diese Sachen nicht bewerkstelligen könnten. So bekam Mo in den letzten Wochen unsere volle Aufmerksamkeit und das ein oder andere neue Teil.

Um seine Knie zu entlasten, setzten wir eine zusätzliche hintere Federlage ein.


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Das altbekannte Problem dieser Fahrzeuge mit dem Tragring vorn wurde behoben und nun sitzt die Buchse wieder fest, wie am ersten Tag. Somit müssen wir uns nicht mehr so große Gedanken machen, wenn es doch mal etwas holpriger auf der Straße zugeht.

Außerdem erhielt Mo einen schnittigeren Auspuff, neue Bremsbeläge für ordentlich Biss sowie eine neue Frontscheibe, die nun wieder für einen blasenfreien Durchblick sorgt. Der ein oder andere Schlauch wurde gewechselt, sowie sämtliche Flüssigkeiten.


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Auch im Inneren gab es ein paar Veränderungen, wie z.B. das Entfernen des 2.Waschbeckens im Bad, um diesen Platz für sinnvollen Stauraum umzufunktionieren. Weniger Schnickschnack, mehr Funktionalität - das ist unsere Devise.

Der Abfahrtstermin steht

Inzwischen sind alle notwendigen Reparaturen am Mo abgeschlossen, auch wenn diese aufgrund unseres aktuellen Stellplatzes - auf einer abschüssigen Wiese - mal wieder eine besondere Challenge für uns waren.

Aber der Aufwand hat sich gelohnt und beim TÜV erhielten wir problemlos eine neue Plakette. Zwischendurch erledigten wir auch noch ein paar Behördengänge, besuchten Familie und Freunde, erkundeten die Umgebung und halfen Christian seinen Eltern bei einigen Arbeiten auf deren Grundstück.


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Im September geht es für uns wieder los. Der Abfahrtstermin steht und unser Winterziel haben wir ebenfalls schon festgelegt.

Mehr dazu im nächsten Reiseblog.
Von daher seid gespannt, wir sind’s. Bis zum nächsten Mal, wenn ihr mögt!


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©️ Created by Anja, no AI involved

Jahr2026, Deutschland, Mo

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