moVan

Im Expeditionsmobil auf eine Lebensreise

Abschied und erneute Aufbruchstimmung - Reiseblog September 2026

00_Headerbild


Ein Wechselbad der Gefühle bescherte uns der September. Von Aufregung und großer Nervosität über Melancholie und ein paar Tränen bis hin zu Freude und dem Gefühl von Lebendigkeit war alles vertreten.

Ich erfüllte mir einen kleinen Traum, bevor wir uns von Freunden und Familie wieder auf unbestimmte Zeit verabschiedeten. Denn unsere Reise ging früher als geplant weiter. Und so erlebten wir die ersten Anzeichen des Herbstes nicht nur in Deutschland, sondern auch in zwei weiteren Ländern, welche wir erst vor wenigen Monaten durchquert hatten.

Doch lest selbst, was uns im September alles widerfahren ist und wo wir zum Ende des Monats gelandet sind.


01_Einleitun


Heimatbesuch

Mitte Juni kamen wir in Deutschland an, um die ein oder andere Reparatur an Mo durchzuführen. Hierzu gab es bereits im letzten Monat einen ausführlichen Bericht.

Doch neben den ganzen Arbeiten am Mo, kamen auch Familie und Freunde nicht zu kurz, die sich allesamt freuten, uns nach der langen Zeit der Abwesenheit mal wieder in den Arm nehmen zu können. Der Sommer meinte es zeitweise gut mit uns, sodass wir auch in Deutschland kräftig ins Schwitzen kamen. Dennoch war es längst nicht so warm, wie wir es von den letzten beiden Jahren gewohnt waren.

Es wurde ordentlich gegrillt, geschlemmt, ein Picknick-Konzert sowie ein Dorffest besucht, die Heimat erkundet und im Erzgebirge etwas umhergewandert.


02_Heimatbesuc


Malerweg

Doch nicht nur im Erzgebirge, auch im wunderschönen Elbsandsteingebirge waren wir bzw. ich unterwegs. Denn bevor wir wieder aufbrachen, lief ich den abwechslungsreichen Malerweg bei traumhaftem Wetter. 6 Tage wandern, rund 145 km mit einigen Umwegen und gut 4.500 Höhenmetern in rund 40 Stunden reiner Gehzeit.

Dabei führte mich der Weg an den Highlights des Elbsandsteingebirges vorbei. Angefangen im Uttewalder Grund und der Bastei, über die Schrammsteine, den Kuhstall mit Himmelsleiter und der Goldsteinaussicht, bis hin zum Papststein, Gohrischstein und Pfaffenstein sowie zum Schluss zur Festung Königstein.


03_Malerweg_1


Es ging durch Schluchten und Wälder, zum Teil so verwunschen, dass ich jeden Moment damit rechnete, dass Feen und Trolle plötzlich auftauchen würden. Unzählige Treppen, Leitern und Stiege hinauf und wieder hinunter, verbunden mit traumhaften Aussichten und einer vielfältigen Flora und Fauna.

Lediglich an den Hotspots traf ich auf andere Menschen. Ansonsten war ich größtenteils allein auf den Wegen unterwegs und konnte die Ruhe sowie Einsamkeit in vollen Zügen genießen. Dabei schweiften meine Gedanken hin und wieder zu unserer Abfahrt, die nur wenige Tage später erfolgte.


03_Malerweg_2


Aufbruchstimmung

Bevor es jedoch soweit war, mussten noch ein paar Sachen erledigt werden. Zum einen standen bürokratische Termine an, wie die Abholung unserer neuen Führerscheine sowie die Wiederanmeldung von Mo. Da wir ursprünglich geplant hatten, den Winter in Deutschland zu verbringen, hatten wir diesen nämlich abgemeldet.

Unser Wassertank wurde wieder gefüllt, die Vorräte aufgestockt und Mo wurde noch mal von innen sowie außen geputzt, damit er zur Abfahrt mit der Sonne um die Wette strahlen konnte.

Zu guter Letzt hieß es Abschied zu nehmen von Familie und Freunden, bevor es am 19. September am frühen Morgen wieder für uns losging. Auf zu unserer weiteren Reise mit dem ein oder anderen Abenteuer, neuen Ländern, Kulturen und Menschen sowie viel Zeit im Gepäck.


04_Aufbruchstimmun


Wieder unterwegs

Bereits nach wenigen Kilometern querten wir die erste Landesgrenze. Grenzkontrolle? Fehlanzeige… Tschechien begrüßte uns mit Sonnenschein, freien Straßen und grünen Wäldern. Wir organisierten uns schnell eine Mautbox, genau an der Tankstelle, wo wir 97 Tage zuvor diese erst abgegeben hatten.

Untypisch für uns, fuhren wir knapp 200 km am ersten Tag. Aber Strecke machen war das Ziel - dem Regen entfliehen und der Sonne sowie den wärmeren Temperaturen hinterher.

Kurz hinter Prag fanden wir unseren ersten Stellplatz, der von Wald, Pilzen und ganz viel Ruhe geprägt war. Nachts huschten Fuchs, Hase und andere Waldtiere an Mo vorbei. Tagsüber hörten wir fleißig den Specht in den Bäumen klopfen.


05_Unterwegs_1


Es tat so unendlich gut, wieder unterwegs zu sein, unserem eigenen Rhythmus nachgehen zu können und zudem regelmäßig einen anderen Vorgarten zu haben.

Auch der zweite Fahrtag war lang und führte uns zum Schluss auf einen bekannten Platz bei Břeclav. Hier legten wir einen Pausentag ein, wobei wir erneut von Wald und Ruhe umgeben waren. Lediglich die Pilze fehlten diesmal, aber einige Rehe, Hasen und allerlei Vögel waren auch hier vertreten.

Nach drei Tagen in Tschechien, ging es bereits weiter in das nächste Land - die Slowakei. Wie im Juni war der Grenzübergang sowie die Durchfahrt kurz und schmerzlos, sowie völlig unspektakulär.


05_Unterwegs_2


Herbst in Ungarn

Und so kamen wir bereits drei Tage nach unserer Abfahrt in unserem vierten Reiseland auf dieser Tour an. Auch in Ungarn war inzwischen der Herbst eingekehrt, was wir an den bunten Wäldern sahen und den nächtlichen Temperaturen deutlich spürten.

Wir organisierten uns eine e-Vignette für 10 Tage und nutzten diese Zeit vollends aus. Unser Stellplatz war mal neben einer Holzkirche, ein anderes Mal auf einem kleinen Parkplatz am Beginn eines Wandergebiets, dann mal fast direkt an der Donau und zu guter Letzt an einem kleinen Angelsee.


06_Herbst_1


Täglich gab es kleine Spaziergänge bzw. Wanderungen, die ein oder andere Tiersichtung und viel Ruhe. Wir vermieden diesmal bewusst die Autobahn und fuhren größtenteils nur Landstraße, wobei wir ganz entspannt vorankamen und uns die Umgebung auch näher anschauten. Im Gegensatz zum Frühjahr waren die Felder inzwischen alle abgeerntet, der Boden rissig und staubig, die Wiesen braun sowie vollkommen vertrocknet und die Bäume hatten auch schon allerhand Laub verloren.

Hatten wir beim letzten Aufenthalt mit Mücken in Ungarn zu kämpfen, waren es diesmal Baumwanzen, die uns das Leben etwas erschwerten. Diese stinkenden Käfer versuchten in jede noch so kleine Ritze von Mo zu krabbeln und sicher werden wir den ein oder anderen blinden Passagier irgendwann später noch entdecken.


06_Herbst_2


Ausblick

Bis zum Ende des Monats hatten wir bereits fast 850 km zurück gelegt, wobei dies noch nicht einmal die Hälfte bis zu unserem Winterziel war. Aber wir lagen gut in der Zeit, das Wetter war auf unserer Seite und inzwischen hatten wir auch unseren Reiserhythmus wieder gefunden.

Im Oktober geht es für uns zum dritten Mal in den Balkan. Allerdings sind wir uns aktuell noch nicht ganz sicher sind, welche Route wir diesmal nehmen. Was wir aber schon wissen, ist, dass es ein Wiedersehen geben wird. Mit wem und wo wird jetzt noch nicht verraten, sondern erst im nächsten Reiseblog.

Von daher seid gespannt, wir sind’s. Bis zum nächsten Mal, wenn ihr mögt!


07_Ausblic


Jahr2026, Reisestart, Abschied, Aufbruchsstimmung

⬅ Vorheriger Beitrag
Ohne Mo geht Nix - Reiseblog August 2026